Montag, 24. April 2017

Thomas D, Tiere essen, Björn Moschinski oder: Wie wurde ich vegan?

Hallo ihr Lieben,

wisst ihr was? Der Björn Moschinski hat es im Podcast von bevegt geschafft, die Lust am Schreiben wieder so sehr aus mir rauszukitzeln, dass es mich über die Osterfeiertage so irre in den Fingern gejuckt hat.

Denn im Endeffekt ist es doch so: Ich hab diesen Blog für die Tiere gegründet. Und er wird auch für die Tiere weiterbestehen. Und ich seh es irgendwie gar nicht ein das wegen einer Ausbildung (bzw. zwei Ausbildungen) zurück zu schrauben. Es geht hier darum zu zeigen warum sich Menschen wie ich für ein veganes Leben entscheiden, wie das im Alltag ausschaut und vor allem (so hoffe ich zumindest), dass es durchweg "normal" ist. :-)


Daher geht es nun munter weiter. Aber nicht so häufig wie ihr es schon mal gewohnt gewesen seid. Auch weil ich bald ein Geschenk für euch habe - was Zeit fordert, mir aber sehr sehr sehr viel Freude bringt. 💚

Und ich will gleich die Hosen runterlassen und offen erwähnen: Die nächsten beiden Blogeinträge (einer über Yoga und einer über Käse) sind vorverfasst. Weil ich (aufgrund vom Brotjob und Fernstudium und meinem Geschenk an euch) nicht alles so gebacken bekomme wie noch 2016 mit "nur" der Ausbildung zur Yogalehrerin.

Bevor es heute los geht aber noch ein kleiner Hinweis: Am 18.04.2017 hatte ich Katrin und Daniel von bevegt.de zu Gast und auch von und mit mir wurde eine Podcast-Folge aufgezeichnet. Sogar die bisher längte mit Spielfilmlänge ;-) Sobald sie online geht, werde ich es voller Freude hier verkünden. Ich danke den beiden von 💚en für unsere Freundschaft und den Raum den sie mir bei unserer Podcast Aufzeichnung gegeben haben.


Ein Beitrag geteilt von Claudia Renner (@claudia.renner) am

Für heute hab ich mir überlegt mal endlich niederzutippeln, was Teil jedes Vortrags ist den ich halte: "Wie wurde ich vegan?"


Denn: ich hab das hier (wenn ich mich nicht täusche) bisher nicht aufgeschrieben. Verrückt!!!!
Also, los geht's!



Ich war schon immer eine Tierfreundin. Es gibt kaum ein Kinderfoto von mir auf dem ich ohne Tier abgebildet bin. 1991 habe ich in der Grundschule im Handarbeitsunterricht den Tisch mit einer Tageszeitung ausgelegt. Dort war ein kleines Schweinderl abgebildet und mit Worten wie Schinken, Speck und Schnitzel beschriftet.
An dem Tag bin ich heim und hab meine Mama gefragt, warum auf dem Schweinepopo „Speck“ steht. So habe ich erfahren, dass alles was ich damals gern gegessen hab (Hamburger, Lasagne, Spaghetti Bolognese, Fischburger, Schnitzel) aus Tieren besteht. Und es war Schluss.

Ich sagte ihr „Dann ess ich das jetzt nicht mehr!“. Ihre Antwort lautete ganz entspannt: „Gut, dann bist du ab jetzt Vegetarierin.“ Dafür, bin ich ihr noch heute aus tiefstem Herzen dankbar. Denn ich weiß, dass diese Unterstützung der Eltern leider alles andere als selbstverständlich ist.


Zugeben will ich an dieser Stelle, dass ich fast ausschließelich Pasta, Teigwaren und Kartoffeln mit Milchprodukten aller Art gegessen habe. Das aufpassen auf Zutaten kam erst nach 2001 (wegen diverser Diäten) langsam in mein Leben, also mit 19 oder so. Daraus entstand dann vermutlich meine Fructose Interanz. So hab ich mir das jedenfalls zurecht gelegt. Denn fettfreie "Lebens"mittel = mehr Zucker und Geschmacksstoffe.

Witzig Traurig ist, dass NIE ein Arzt (und ich war da oft - Asthma...) (an dieser Stelle ein Hinweis auf das Thema Kuhmilch) meine Blutwerte so richtig kontrolliert hat. Mein Cholesterinwert muss ja sonstwo gewesen sein?!? Naja...


Und jetzt kommt es - ich hab bereits 2009 probiert vegan zu werden! Tadaaaa! Damals hab ich sogar ein Gespräch mit Thomas D. (!!!!) auf so ner Laufveranstalung in München geführt. Abgefahren im Nachhinein. Aber es sollte nicht klappen - trotz kurzer prominenter Hilfe. Gescheitert ist es wegen mangelnder Recherche meinerseits und war echt schwierig oder anstregend für mich. Auch weil ich zu diesem Zeitpunkt noch immer keinen Biomarkt betreten hatte. (Die Ökos mit Strohhut und so...) :-) Vegan beim Supermarkt oder Discounter war undenkbar zu der Zeit. Echt der Hammer, was sich in den letzten Jahren getan hat.

Mein erstes bewusst veganes Abendessen hat mir dann der eingangs erwähnte Björn Moschinski im Max Pett serviert. Das war im Weihnachtsurlaub 2010.

Danach habe ich Tiere essen gelesen. Und wie damals als Kind, nach 20 vegetarischen Jahren, hat es Schwupp gemacht - und Milch und Eier gingen plötzlich gar nicht mehr.


Wenn wir dann 6 Jahre vorhüpfen mit diversen Umstellungen und Dingen die ich ausprobiert habe (glutenfrei, sojafrei, zuckerfrei, rohvegan, ...) kann ich heute sagen:

    • Das Wohlfühlen und die Gesundheit stehen im Vordergrund 💚

    • Ich hab das wundertolle Gefühl "angekommen" zu sein 💚

    • Die Worte LEBENsmittel und NÄHRstoffe haben einen ganz anderen Wert 💚


    Wichtig dabei zu erwähnen: Vegan LEBEN ist für mich viel mehr als vegan ESSEN
    Nicht, dass ihr jetzt denkt ich würde mein "Warum vegan?" plötzlich nur noch auf die Gesundheit minimieren!

    Hach es ist so schön. Und ganz ehrlich. Dieses Wissen und diese Erfahrung nun an euch hier und meine KundInnen weitergeben zu können - es ist so was von voll toll und lässt mich fliegen und tanzen.

    Zum Abschluss noch Neuigkeiten: Wer meinen Newsletter abonniert (siehe die Spalte rechts) bekommt seit Mitte April "Claudis München Guide" geschenkt 💚 


    Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
    Claudi

    1 Kommentar:

    1. Ein Kommentar von Jenny dazu:

      Ich finde es immer total spannend zu lesen, wie Leute vegan geworden sind. Ich bin quasi über Nacht vegan geworden. Als hätte jemand bei mir einen Schalter im Schlaf umgelegt. Bei mir stand das Thema Gesundheit, dann allerdings zuerst im Vordergrund. Das Buch "The China Study" war dann das erst, welches ich gelesen habe und danach gab es kein zurück mehr! Als drittes oder viertes Buch habe ich dann "Tiere essen" gelesen und dann wurde mir erst wirklich bewusst, dass ich mit meiner Entscheidung vegan zu leben, den Tieren das zurück gebe, was sie verdient haben: In frieden zu leben. Ich bin sehr dankbar, das mir bewusst geworden ist, was Mitgefühl wirklich bedeutet.

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