Samstag, 30. April 2016

Wannda Foodbazar und ahimsa Workshop im so.ham

Hallo ihr Lieben,

hier habe ich bereits darauf hingewiesen, was letztes Wochenende alles los war in München.
Dieses findet übrigens die VeggieWorld statt. Da mach ich mich gleich auf den Weg hin und bin morgen auch nochmal da.

Über den Wannda Foodbazar habe ich letzes Jahr bereits berichtet, Details findet ihr hier.

Heute gibt es dazu nur Fotos und der Hinweis, dass ich noch nie so gute Cupcakes wie die von der BLACK ELEPHANT MANUFAKTUR gegessen habe! Crazy Blaubeer-Vanille-Wahnsinn! Wuhuhuuuuuu!!!!




Schoko Croissant und Chai Latte vom Lost Weekend







Waffel mit Humus, Rucola, Pinienkernen von "Die intolerante Isi"


Ja und am Abend dann, war ich im geliebten so.ham um die nun mindestens genauso geliebte Karo Tak kennen zu lernen.



Details hierzu habe ich auf meinem Yoga-Blog veröffentlicht. Also bitte hier entlang für alles was es über "ahimsa at the kitchen bench" zu wissen gibt.

Sonnengrüße,
Claudi

Mittwoch, 27. April 2016

Glückselig im glückSeelig am Schliersee

Hallo ihr Lieben,

der Mathias und ich waren im glückSeelig am Schliersee. Und zwar ganz glückselig. Auch wegen des Wetters. Und wegen der Fotos die kurz zuvor entstanden sind.

Es gibt dort alles - also kein reines Veggie Restaurant. Aber genau das macht es so super. Ich will unbedingt ganz bald mit meiner Oma hinfahren!



Vor lauter Freude über einen Platz in der Sonne mit Seeblick hab ich total vergessen, das süße Bistro an sich zu fotografieren...


... auch die Suppe war so lecker, dass sie es nicht mehr aufs Foto geschafft hat.



Beim Brezenstangerl mit Bärlauchaufstrich haben wir dann nach der Hälfte noch schnell dran gedacht ;-)


Und die Maronen-Schoko-Torte hat es ganz aufs Bild geschafft ;-)


Anschließend noch eine Mini-Runde zum Ufer runter.
Mein geht auf...





Weitere Infos zum glückSeelig inkl. aktueller Öffnungszeiten und und und findest du hier.


Sonnengrüße,
Claudi

Sonntag, 24. April 2016

Leserbrief an die FAS / Wie ungesund ist Milch wirklich?

Hallo ihr Lieben,

auf Grund des Artikels "Wie ungesund ist Milch wirklich?", welcher am 03.04.2016 in der FAS erschien, habe ich einen Leserbrief geschrieben.

Diesen will ich hier gerne öffentlich mit euch teilen.

Sonnengrüße,
Claudi



Sehr geehrte Lucia Schmidt,

ich habe mich entschieden auf Ihren Artikel zu reagieren, da ich mich angegriffen und falsch verstanden fühle.

„Die Veganer“ halte ich für eine sehr verallgemeinernde und oberflächliche Bezeichnung. Weder habe ich jemals „miese Stimmung“ verbreitet, noch ein „schlechtes Gewissen“ suggeriert.
Ich konsumiere keine Fleisch-Ersatz-Produkte und habe zu Hause kein Tofu im Kühlschrank.

Zum Thema Kinder und vegane Ernährung will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, denn ich selbst habe keine Kinder. Allerdings kenne ich viele, seit der Schwangerschaft der Mütter, vegan lebende Kinder. Deren Ernährung scheint auf mich weder schwierig, noch mit einem großen Aufwand verbunden zu sein. Und ich bin mir sicher: Jede einzelne der veganen Mütter hat sich besser und intensiver mit der Ernährung auseinander gesetzt, als es viele omnivore Mütter tun. Im Vergleich dazu kenne ich nämlich leider auch einige Mütter, die sich während Schwangerschaft und Stillzeit fast ausschließlich von Fast Food ernährt haben. Ja, das mag ein Extrem sein. Ich will Ihnen damit lediglich zeigen: Es gibt immer zwei Seiten. Jeder Mensch sollte sich mit seinem Ernährungsstil auseinander setzen. Egal welcher es ist.

Sie erwähnen „Fermentiere Milchprodukte mit niedrigem Laktosegehalt“ als Empfehlung der Studie aus Schweden. Wo kann man diese erwerben? Ein Hinweis wäre für die nicht-vegan lebenden Leser*innen sicherlich interessant gewesen.

„Die Mischung macht's“ in Sache Kuhilch. Kann sein. Leider haben die wenigstens Menschen Anschluss an einem Berggasthof. Der Otto-Normal-Verbraucher genießt vermutlich eher drei Kaffee mit Kuhmilch, ein Stück Kuchen, ein Brot mit Käse, das Müsli mit Kuhmilch und vielleicht noch eine Lasgane am Abend. Pro Tag versteht sich. Wo bleibt hier die Mischung?

Es gibt übrigens zahlreiche pflanzliche Calciumquellen. Schade, dass sie diese nicht aufführen. Sie stellen eine gesunde und abwechslungsreiche Alternative zu Kuhmilch dar.

Sie schreiben von Diabetes und Krebs, doch mir geht es beim veganen Lebensstil nicht darum diese zu vermeiden. Meine Motivation kommt nicht aus der gesundheitlichen Ecke. Beispielsweise habe ich noch nie verstanden, weswegen Menschen mit Laktose-Intoleranz, Tabletten dagegen schlucken. Anstatt die betreffenden Lebensmittel, durch Alternativen zu ersetzen.

Bezugnehmend auf den Veganismus erwähnen Sie „Luxusfragen der Oberschicht“. Doch unsere Mutter Erde und Umwelt sollte alle „Schichten“ etwas angehen und nichts mit Luxus zu tun haben.

Nach all den gesundheitlichen Beispielen gehen sie, meines Erachtens nach viel zu, kurz auf die Umwelt ein. Leider fehlen hier Fakten wie Beispielsweise, dass eine (!) Kuh am Tag (!!) 115- 150 Liter Wasser (!!!) trinkt und ca. 70 Kilo Getreide/ Soja frisst. Für einen Liter Milch werden 1.000 Liter Wasser benötigt. 90% des weltweiten Sojaanbaus werden übrigens zur Fütterung der s.g. Nutztiere verwendet. Hierfür wird der Regenwald abgeholzt. Nicht für das Soja, welches von Menschen verzehrt wird. Falls Sie sich herzu geneauer informieren wollen, kann ich Ihnen den Film „Cowspiracy“ empfehlen.

Der Hauptgrund für mich vegan zu leben, ist der Umgang mit den Kühen. Sie führen als Beispiel die Almwiese auf und die Kuh vom Berggasthof. Ich gehe davon aus, dass Ihnen bewusst ist, dass solche Herstellung und Herkunft in keinster Weise in Relation zu setzen ist, mit der Menge, die tagtäglich in deutschen Discountern, Lebensmittelgeschäften oder Bio-Läden verkauft wird. Hierfür werden die Kühe mit nicht mal einem Jahr erstmals künstlich befruchtet. Nach der Geburt werden die Kälber innerhalb maximal zwei Tagen von ihren Müttern getrennt. Weibliche Kälbern steht das gleiche Leid wie ihren Müttern bevor. Männliche Kälber werden gemästet und später zu Kalbsfleisch verarbeitet. Nach einem Monat erfolgt die nächste Besamung der Mutterkuh. Das gleiche Schicksal nimmt seinen Lauf. Nach vier Jahren zeigt die Kuh nicht mehr genug Leistung und wird getötet. Milch ist also nicht „einfach Milch“ - wie sie in Ihrem Artikel schreiben.

Das ist mein Grund keine Kuhmilch mehr zu trinken oder Produkte mit Kuhmilch zu verzehren. Kein einziger derer, die Sie in Ihrem Artikel aufgeführt haben. Ich will nicht mein Leid vermeiden, sondern das von anderen Menschen und Tieren. Es ist falsch andere Lebewesen zu missbrauchen, zu traumatisieren, zu vergewaltigen. Ein Produkt das so entstanden ist, kann meines Erachtens für die eigene Psyche nicht gesund sein. Für diese Erkenntnis brauche ich nicht mal eine Studie – sondern lediglich mein Herz.

Mich würde interessieren, welche Milch Sie in Ihrem Alltag verzeheren? Wenn der Berggasthof mit bestimmt glücklicheren Kühen, als die eben beschriebenen es sind, nicht ums Eck liegt.

Mit freundlichen Grüße,
Claudia Renner

Autorin, Bloggerin, Beraterin für Ihren veganen Neustart.
Lebt seit über fünf Jahren, weit vor dem Trend, aus tierrechtlichen Gründen vegan.

Dienstag, 19. April 2016

Gleich zwei "vegane" Veranstaltungen am Sonntag, 24. April 2016 in München

Hallo ihr Lieben,

am Sonntag, den 24. April 2016, finden gleich zwei "vegane" Veranstaltungen in München statt.


Im so.ham (der Kantine des Jivamukti Yogalofts in der Buttermelcherstraße beim Gärtnerplatz) wird
Karo Tak, vegane Köchin, Jivamukti Yogalehrerin und Tierrechtsaktivistin mit uns über VEGANISMUS & YOGA im Kontext AHIMSA (Gewaltlosigkeit) sprechen und dabei wundervoll kochen.

Ein Satsang mit 4 Gänge Menu, begleitet von einer philosophischen Reise zu 4 ausgewählten Sutren von Patanjali.


Weitere Infos hier
http://jivamukti.de/all-event-list/ahimsa-and-the-kitchen-bench/ oder hier
https://www.facebook.com/profile.php?id=192847114431471
Sonntag, 24.04.2016 | 17:30 - 21:00 Uhr | Anmeldung: hallo@soham-vegan.de | 60€ p.P.
(Stand 19.04. sind nur noch 3 bis 4 Plätze frei!) 

Ich darf dabei sein und freue mich sehr darauf!!!! Sehen wir uns?


Bevor ich zu den Jivas fahre, werde ich aber, gleich um 13:00 Uhr, beim veganen Foodbazar im Wannda Circus vorbei schauen. Fotos vom letzten Jahr findet ihr hier


Das wird ein Genuss-Tag vom Aufstehen bis zum ins Bett fallen und ich freu mich wie ein Sellerie-Schnitzel!

In Sache wannda will ich euch auch noch die "DanceCircus" Tanzperformance am Freitag, den 29. April 2016, ans Herz legen.

Sonnengrüße,
Claudi

Sonntag, 17. April 2016

Plastik und Geld sparen - Reisdrink selber machen

Hallo ihr Lieben,

machmal brauche ich einen viele Schubbser von Freundinnen, bevor ich mich an etwas rantraue.

"Das is doch so nervig und dauert so lang? Neeeeee - da schlepp ich lieber TetraPaks heim. Soooo viel Plastik is das ja auch nicht und günstiger kann es auch nicht sein."

Nun - da die Bine mich offensichtlich kennt und weiß, dass nur Endprodukte überzeugen ;-) ... Habe ich ein Probefläschchen bekommen und war soooo begeistert, dass ich mich endlich selber in die Küche gestellt und experimentiert habe.

Plastik und Geld sparen - Reisdrink selber machen!


Es macht Spaß, das Ergebnis ist ein dickflüssiger, nach belieben gesüßter Drink und das Beste:
Die Produkte dafür habe ich selbst auswählen können!

Bitte bitte bitte: Wenn du es dir leisten kannst, dann kauf fair gehandelten Reis.
Und ich mag diesen weißen Reis so gar nicht - deswegen werde ich mich immer wieder für Vollkorn-/ Naturreis entscheiden.

Kosten:
Zwischen 3€ und 3,50€ für 500g = 10 Liter Reisdrink!!!!


Genial, oder???

Das geht so:

50g Reis kochen. Wenn fertig mit
750ml Wasser in den (Hochleistungs?)Mixer geben.
(Ich freue mich über Kommentare, ob das auch mit einem guten Pürierstab funktioniert!)

--> ergibt 1 Liter selbstgemachten Reisdrink!

Das Ganze braucht nicht abgesiebt werden sondern ist direkt verzehrfertig.
Die große Flasche steht statt TetraPak im Kühlschrank (hält nun schon genau eine Woche!).
Die kleinen Flaschen habe ich mit in die Arbeit genommen und täglich anders gesüßt.
Mit dem Tomaten- und den Gurkengläsern habe ich Kolleginnen und Mama versorgt.

Das waren 200g Reis (also ca 1,50€) und die Menge die rausgekommen ist seht ihr hier:


Ideen für die Süße: 


  • Datteln in kleine Streifen schneiden und gleich mit dem Reis kochen und dann ebenfalls in den Mixer geben. 
  • Nachträglich süßen, beispielsweise mit Reissirup oder Ahornsirup.
  • Vanille oder Zimt je nach Belieben auch nur pro Portion dazu geben.

Am Wochenende darauf, hab ich eine Luxusvariante nachgebaut - den Reis-Kokos-Ananas-Drink.

 


Zutaten:
  • 300ml Reisdrink (siehe oben)
  • 1/2 Glas Ananas
  • 2EL Kokosflocken

Alles ab in den Mixer und - fast - fertig.
Denn diese Kombisollte m.E. dann durch den Sieb gelassen werden.



Viele Spaß beim Nachbauen und Sonnengrüße,
Claudi

Donnerstag, 14. April 2016

Sonntag, 15. Mai 2016: 2. Veganen "Lauffest gegen Leiden" in München

Hallo ihr Lieben,


heute eine wichtige Info für alle lauftüchtigen Münchner*innen. Und alle die nicht aus München sind, aber uns mal in unserer Weltstadt mit Herz besuchen und gleichzeitig ein Zeichen setzen wollen.


Sonnengrüße,
Claudi




Deutschlands veganer Laufsportverein Laufen gegen Leiden e.V. veranstaltet 2016 die zweite
Auflage eines rein veganen Laufevents in München, entkräftet somit erneut Vorurteile gegen
die vegane Lebensweise und knüpft an Erfolge der Vergangenheit an.


Nach gelungener Premiere im Jahr 2014 lädt Deutschlands veganer Laufsportverein Laufen gegen Leiden e.V., auch 2016 wieder alle veganen Läufer aus dem In- und Ausland zum 2. Veganen Lauffest gegen Leiden nach München ein.

Am Sonntag, den 15.5.2016 werden von den ausschließlich veganen Teilnehmern auf einem Rundkurs in
der Parkanlage um den Post-Sport-Verein in der bayrischen Hauptstadt Distanzen zwischen 5 km und 100
km gelaufen werden. Somit wird von  Laufen gegen Leiden e.V. erneut ein starkes Statement gesetzt werden
für die unbedingte Vereinbarkeit von Veganismus und Sport über alle Leistungsklassen hinaus.

Laufen gegen Leiden e.V.  ist der erste und einzige offiziell anerkannte und gemeinnützige vegane
Laufsportverein Deutschlands. Der Verein organisiert Deutschlands wohl größten Lauftreff: den
Gutenachtlauf, übernimmt Patenschaften für Opfer menschlichen Konsumverhaltens und konnte in seiner
noch jungen Geschichte (gegründet 2011, als e.V. seit 2014) bereits über 26.000 Euro an Spenden für
Tierschutzorganisationen generieren.

Laufen gegen Leiden e.V.  kombiniert die eigene sportliche Ertüchtigung mit der Möglichkeit,
Aufmerksamkeit für die gute Sache zu erregen und Menschen zum Nach- und Umdenken bezüglich ihres
Konsumverhaltens und dessen Auswirkungen auf unsere Mitwelt, uns selbst und unsere Kinder zu bewegen.
Um dies zu erreichen nimmt eine Vielzahl an Läufern - in Laufen gegen Leiden-Shirts gekleidet - an
offiziellen Wettkämpfen teil, erregt Aufmerksamkeit für die gute Sache und sammelt Spenden für die jeweils
aktuell laufende Spendenaktion des Vereins.

Laufen gegen Leiden bewirbt im Grundsatz einen veganen Lebensstil und dessen ökologische, ethische
und gesundheitliche Vorteile, und zeigt durch eigens veranstaltete Laufveranstaltungen deren positive
Auswirkungen auf den menschlichen Körper und Geist auf.

Mark Hofmann, Gründer und 1. Vorsitzender des Vereins, Marathonläufer und mehrfacher Ironman:
„Die Veganen Lauffeste gegen Leiden sind ein Pol der Ruhe für vegan lebende Sportler, abseits vom täglichen Diskurs, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten und im veganen Umfeld ihre sportlichen (Höchst-)Leistungen zu erbringen.
Es ist mir ein großes Anliegen, den Veganismus und seine Vorzüge zu propagieren. Ich möchte so gut es nur geht Gewaltlosigkeit, Respekt und Verantwortung für das eigene Handeln in das Bewusstsein der Menschen rufen, und unter den Leuten, die diese Werte bereits mehr oder weniger verinnerlicht haben, eine Gemeinschaft schaffen, die sie in ihren Werten und Entscheidungen bestätigt. Und dafür sind der Sport im Allgemeinen und die Veganen Lauffeste gegen Leiden im Besonderen wunderbare Mittel.“

Mehr Informationen zu Laufen gegen Leiden e.V.:
www.laufengegenleiden.de

Mehr Informationen zum 2. Veganen Lauffest gegen Leiden:
www.laufengegenleiden.de/lauffest

Sonntag, 10. April 2016

Cowspiracy

Hallo ihr Lieben,

bereits hier habe ich erwähnt, dass ich mir Cowspiracy gekauft habe.
 




Heute will ich euch mehr über diesen faszinierend Film erzählen. Und ich wünsche mir von Herzen, dass auch Fleisch essende oder Kuhmilch trinkende Menschen hier drüber stolpern!



Kühe sind die s.g. "Nutztiere", welche mir persönlich am meisten ans Herz gehen. Ich hab sie schon als Kind geliebt und nicht gegessen und leider erst viel zu spät erkannt, dass auch für Milch, Kühe getötet und widerlichst missbraucht werden.

Bereits im Sommer 2013 habe ich über meine Gedanken "Zur Herstellung von Milch" geschrieben.

Als ich letzten Herbst einen Vortrag von Dr. Will Tuttle im so.ham anhören durfte, kam mir das alles wieder in den Kopf geschossen. Die anschließende Vorführung von Cowspiracy haben wir dann nicht mehr gesehen, weil wir lieber geratscht haben ;-) Und wir veganen Mädels, wissen ja eh schon alles. Dachten wir...


Nun, beim Anschauen der DVD von Cowspiracy wurde ich eines besseren belehrt.


Zuerst mal ein paar Fakten zum Film:

"Womöglich der wichtigste Film, um uns aufzufordern, den Planeten zu retten." (Oscar-Preisträger Louie Psihoyos, Regisseur von Die Bucht)

"Dieser Film wird Aufsehen erregen und die Umweltschutzbewegung befeuern." (Darren Aronofsky, Regisseur von Noah, The Wrestler und Black Swan)

Industriell betriebene Viehzucht und Agrarwirtschaft sind unser Klimakiller Nummer Eins und damit hauptsächlich für die globalen Umweltprobleme verantwortlich. Dies geht aus einem offiziellen Bericht des Worldwatch Institutes hervor. Demzufolge werde weltweit mindestens 51 Prozent aller in die Erdatmosphäre freigesetzten Treibhausgas-Emissionen durch Nutztiere verursacht, während lediglich 13 Prozent auf den vielgeschmähten Transportsektor entfallen. Aber warum wird diese wichtige Tatsache selbst von namhaften Umweltorganisationen wie Greenpeace, Sierra Club, Surfrider Foundation oder dem Rainforest Action Network mehrheitlich ausgeblendet? Genau das wollten die Dokumentarfilmer Kip Andersen und Keegan Kuhn herausfinden, als sie mit ihren Recherchen zu diesem wichtigen und wegweisenden Film begannen und eben erwähnte Umweltschutzorganisationen mit unbequemen Fragen konfrontierten. Enthüllend wie „Blackfish", inspirierend wie Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit": „Cowspiracy" deckt die verheerenden Auswirkungen der industriellen Viehwirtschaft auf unseren Planeten auf und bietet nachhaltige Alternativen an, mit dem Ziel, Mutter Erde vor dem Kollaps zu bewahren.

Die engagierten Filmemacher Andersen und Kuhn präsentieren erschreckend aufschlussreiche Zahlen und unglaubliche Fakten: So wird z. B. für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch über 15.000 Liter Wasser (für 1 Kilo Reis sind es 2.500 Liter) benötigt; 91 Prozent der Rodung des Amazonas-Regenwaldes geht auf das Konto der Nutztierhaltung; 30 Prozent des anbaufähigen Bodens wird weltweit für die Fleischproduktion, d. h. für Weideland und den Anbau von Futtermittel, verwendet. Doch der einerseits schockierende, andererseits sympathisch und durchaus humorvoll erzählte Dokumentarfilm beinhaltet nicht nur trockenes Zahlenwerk, sondern auch interessante Interviews und anschauliche Vergleiche: 2 Monate Duschen verbraucht beispielsweise ca. 2.500 Liter Wasser - die gleiche Wassermenge wie bei der Erzeugung eines Burgers! Eine Farm mit 2.500 Milchkühen produziert genauso viel Müll wie eine Stadt mit 411.000 Einwohnern!

„Cowspiracy" wurde mit dem Publikumspreis auf dem Südafrikanischen Eco Film Festival 2015 bedacht und mit dem Preis für den "besten ausländischen Film" beim zwölften Festival de films de Portneuf sur l'environnement prämiert.



Bäm! Das sitzt, oder? Und ähnlich hat der Film auf mich eingeschlagen. Ich weiß, weswegen ich vegan lebe. Und ich brauche keine Erinnerung daran, denn für mich ist es mittlerweile eine absolute Selbstverständlichkeit, über die ich nicht mal mehr ansatzweise nachdenken brauche.


Doch sich die Fakten mal wieder genau anzusehen, Interviews zu hören, in die Machenschaften von Politik und Wirtschaft einzutauchen - puh!!! Da rattert der Kopf ganz schön, das kann ich euch sagen!




Neu für mich war beispielsweise die Erkennntis, dass viele Umweltorganisationen nicht über die Auswirkungen von Fleisch-, Fisch- und Milchkonsum sprechen, da sie Angst haben Geldgeber und Mitglieder zu verlieren. Hallo?!? Wo sind wir eigentlich?!?

Oder, dass 40-90 Millionen Haie jährlich getötet werden! (Stichwort: Beifang).
3/4 aller Bestände sind mittlerweile ausgeschöpft oder überfischt?!?

Der Fakt, dass für einen Liter Kuh-Milch ganze 1.000 Liter Wasser benötigt werden, ist mir auch neu. Aber eigentlich so was von logisch, denn eine Kuh trinkt 115 bis 150 Liter Wasser am Tag!!!!

In den USA werden wilde Tiere (Pferde, Wölfe, Luchse, Füchse, ...) getötet, um Platz für die Nutztierhaltung zu schaffen?!?

Ich hab mich wirklich gefragt, wieso mir noch nie bewusst wurde, wie viel effizienter eine vegane Ernährungsweise ist. Welch krassen Umweltschutz vegan lebende Menschen, Tag für Tag leisten. Nachhaltig und noch dazu ethisch korrekt.



Ja ich muss zugeben, ich hab mir da mal kurz selbst auf die Schulter geklopft :) :) :)

Cowspiracy ist seit Mitte März per DVD auf Deutsch erhältlich. Was (mein Englisch is echt ok) wirklich von Vorteil war beim Anschauen. Einen Tipp habe ich dazu, wenn ihr bereits vegan lebt: Sobald es zu den Enten geht, macht die Augen zu. Auch einige Szenen auf einer Rinder-Farm ist nicht schön anzusehen.

Den Film habe ich mir übrigens auch gekauft, um weitere Gedankenanstöße für meinen Vortrag, den ich im Zuge meiner Ausbilung zur Yogalehrerin halte, zu bekommen. 


Das hat so was von funktioniert!!!!! Allein schon das Bild der Kälbchen, die nach nicht mal zwei Tagen von ihren Mamas getrennt werden, um in kleinen Ställen (damit sie sich ja nicht zu viel bewegen!) künstliches Futter (damit der Mensch ihre Milch trinken kann) zu bekommen, hat sich wieder in mein Hirn eingebrannt. Schaut mal bei mir auf Instagram - wenn ihr wollt.

Hochmotiviert werde ich am Freitag vor meinen Kolleginnen und Kollegen stehen und knapp 30 Menschen auf einem Schlag meine Motivationsgründe für ein veganes Leben zu erklären. Wie hat Dr. Will Tuttle auf seinem Vortrag so schön gesagt?

"Each one can do it and educate others. You can be a living exmaple of consience eating und living. There's no respect for life if we kill animals. We have to wake up and realize. Going vegan is not difficult. It's the other people. Improve the society! We have the foundation!"


Kennst ihr den Film? Wie hat er euch gefallen? 


Sonnengrüße,
Claudi

Mittwoch, 6. April 2016

5 Zutaten / 5 Fotos / 5 Minuten

Hallo ihr Lieben,

so schnell und einfach kann vegan sein: 5 Zutaten / 5 Fotos / 5 Minuten.

5 Zutaten

Reis-Nudeln "kochen" bzw. ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Erbsen abwaschen und Gurke hobeln.

Die Avocado entkernen und klein schneiden
(Holzschüssel fürs Abendessen,
Tupper für die Mittagspause am nächsten Tag.
Den Kern in der Avocado-Hälfte lassen, dann wird sie nicht so braun.)

Fertig!

Viel Spaß beim Nachmachen und Sonnengrüße,
Claudi

Samstag, 2. April 2016

Los Veganeros

Hallo ihr Lieben,

über Los Veganeros habe ich bereits vor einem Jahr geschrieben. Und nun habe ich ihn (zusammen mit meiner Mama) ENDLICH angeschaut!!!

Hach ist der süß und toll und gut! Ich bin Fan! Und mir ist es wirklich ein Rätsel, wer den nicht gut finden kann. Ich hab gelacht, geweint, getanzt. Und ich freu mich schon jetzt auf den zweiten Teil!


Schaut euch gerne mal den Trailer an. Ich liebe diesen trockenen Humor - obwohl es leider ja gar nicht lustig ist alles :-(


Ich mag es wie sich die Hauptfigur Vicky (gespeilt von Rosalie Wolff) durch ihren Alltag bewegt. Und mir kommt das alles sooooo bekannt vor. Diskussionen, Gedanken, Engagement, der Austausch mit Gleichgesinnten.

Bis auf das mit der Entführung (ging mir ein bisserl zu weit, aber zeigt auch ganz klar, wie hier m.E. falsch verurteilt wird) ein absolut gelungener Film. Der das veganen Leben (und nicht "nur" Essen!) auf absolut unterhaltsame und doch ehrliche Art und Weise darstellt.

Los Veganeros werde ich mir auf jeden Fall noch einmal anschauen. Allein schon wegen der putzigen Lovestory. Hach.

Und um euch gleich mal zu zeigen, was ich in letzter Zeit alles so gegessen hab... Ganz ohne Tier... Aus purem Pflanzenhass... Hier ein paar Fotos...

so.ham

Milchreis ohne Kuh. ICH LIEBE ES!!!!!

Auberginge, Fenchel und Lupine aus dem Ofen.
Dazu Oliven und selbstgemachtes Humus.

Weitere Ideen zu veganen Gerichten findet ihr beispielsweise in den letzten beiden Blogeinträgen.

Habt ihr Los Veganeros gesehen? Wie hat er euch gefallen?


Und Wer kennt jetzt eigentlich die Geschichte mit dem Bus? ;-)

Sonnengrüße,
Claudi

P.S.:

Zum Thema "Jugend und Politik" hat die Junior-Bloggerin Livia einen interessanten Beitrag verfasst. Ich war im Februar schon zum zweiten Mal zu Gast auf ihrem spannenden Blog. Siehe "5 Fragen an meine 3 Münchner Lieblingsbloggerinnen".