Samstag, 27. Februar 2016

Meine vegane Wohnung - Teil 1/4 - Küche und Wohnzimmer

Hallo ihr Lieben,

schon vor ner halben Ewigkeit habe ich angekündigt, mal einen Streifzug in mein Badezimmer mit euch zu unternehmen. Nun ist mir aber aufgefallen, dass ich den gleich auf die ganze Wohnung ausweite.

Weil: Vegan leben und vegan essen sind zwei Paar Stiefel.


"Vegan" wird ja leider oft auf das Essen reduziert. Wie eine Diät. Doch wenn eine Veganerin, wie ich, aus der Ecke der Tierrechte kommt, dann gehört da wesentlich mehr als Brokkoli und Hirse dazu.

Heute beginnen wir dennoch der Einfachheit halber mit der Küche und dem Wohnzimmer.

Ich komme mir grad vor wie beim Perfekten Dinner - wenn die Gastgeberin in der Küche verschwindet und die Gäste daweil durch die Wohnung schleichen ;-) Hoffentlich seid ihr brave Gäste. Hihi. 


Dass mein Kühlschrank und der Vorratsschrank vom Inhalt her vegan sind, brauch ich hier nicht zu erwähnen, denke ich. ;-)

lokah samastha sukhino bhavantu - gibt es bei schoene-karten.com

 

Doch mir geht es hier um den Blick über den Tellerrand hinaus.


Ich hab jetzt mal ein paar Stichworte gesammelt und gebe jeweils meinen Senf dazu. Und so mache ich das auch noch bei den nächsten drei Blogeinträgen.


Kaffee:
Trinke ich nicht, hab aber für meine Gäste welchen hier. Der ist bio und vor allem: FAIR GEHANDELT!!! Von emilo. Ich mag übrigens Lupinen-Kaffee sehr sehr gerne. Den habe ich von Merle Zirk empfohlen bekommen. Trinke ich nicht oft aber leidenschaftlich.
Ein absolutes No-Go sind in meinen Augen Kapsel-Maschinen, wie beispielsweise von Nespresso.



Tee:
Auch hier sind bio und fair (bei den aus Cornwall mitgebrachten bin ich mir nicht sicher) wichtig. Mein Teeregal habe ich ins Wohnzimmer ausgelagert ;-)



Schokolade:
Da gibt es eine Reportage ("Schmutzige Schokolade"), die hat mir die Augen geöffnet. Entweder Fair oder gar nicht. So einfach ist das.

Abspülen/ Putzen:
Seit Jahren (!) bin ich Fan von ecover. Ich brauche total wenig Spülmittel. Da der Vitamix fast täglich läuft, für dessen Reinigung ein (!) Tropfen ausreicht und ich das Wasser dann auch noch für meine Töpfe oder so verwende.
Kürzlich habe ich eine crazy Reportage über einen Selbstversorger gesehen. Zu der geht es hier. Aber Achtung - da wird ein Schaf getötet. Jedenfalls ist er m.E. als Aussteiger zu bezeichnen. Weil: Er ist beispeislweise absolut gegen Abwasser. Es kam dann zu einer kleinen Debatte mit seiner Freundin, die im Haus nebenan wohnt. Sie spült ganz normal ab, aber achtet auf biologische Abspülmittel. Weil sie (wie ich) der Meinung ist, dass dies keine Belastung für die Umwelt darstellt. Da fiel mir wieder einmal auf, wie viel mittlerweile für mich selbstverständlich ist, im Alltag. Siehe diesen Blogeintrag.


 

Getränke:
Es lebe das Münchner Leitungswasser und meine Soulbottle.
 

Essensreste:
Werden nie weggeschmissen. Außer sie sind verschimmelt oder so. Was quasi nie vorkommt. Ich bekomme ja schon die Krise, wenn ich mal ne halbe Zucchini wegschmeißen muss, weil sie im Kühlschrank feucht geworden ist. Sonst gibt es Resteessen.
 

Couch, Kuscheldecke und Kissen:
Sind selbstverständlich vegan. Und wirklich uralt. Ich hab die schon in diese Wohnung mit eingezogen - das war 2010. Sollte ich mir mal eine neue kaufen müssen, würde ich auch auf bio und fair achten. Aber ich bleibe hier ökologisch korrekt und hab sie einfach so lange, bis sie auseinander fällt.
Couch:  Ich bin sehr (!) glücklich, dass ich mich bereits 2010 für eine Couch aus Plastik statt Kuh entschieden habe.


Bücher/ Zeitschriften:
Eins meiner Laster! Die ich in diesem Blogeintrag vergessen habe, wie mir gerade auffällt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bücher die ich lese mit veganem Kleber hergestellt werden, ist minimal. Hier wird leider meist Rindertalg verwendet, soweit ich weiß. Umwelttechnisch auch nicht der Hit - aber ich liebe Lesen und zwar Bücher. Ich kann mit E-Books einfach nicht. Ich brauch Eselsohren, Lesezeichen und bei Arbeitsbüchern auch meinen Marker. Ich will jederzeit wieder nachblättern können und sie verleihen. Hm. Zum Thema Zeitschriften kann ich aber sagen, dass sich das was ich lese komplett verändert hab. Von Gala, ELLE und InStyle hin zu Vegan Good Life, Kochen ohne Knochen, der VEGANessen und meinem geliebten YogaJournal. Hihi.

Kerzen:
Gibt es beispielsweise im DearGoods (bio, fair, vegan) oder bei Rituals (nur vegan). Mein Problem sind Teelichter. Ich liebe Licht im Winter und es brennt immer mindestens eins wenn nicht fünf, wenn ich daheim bin. Aber mich nervt das Alu. Weiß jemand Alternativen die nicht fünfmal so teuer und vor allem leicht zu erwerben sind?
 

Raum-Düfte:
Gibt's im Biomarkt (voll gut zum Nachfüllen!). Oder kann man sich mit Ölen selbst machen.



DVDs:
Filme kaufe oder leihe ich online. Spart Plastik. Und oft auch Geld.

Herzlich lade ich euch ein zu kommentieren - denn ich hab bestimmt trotz langer Überlegung das ein oder andere vergessen?!


Sonnengrüße,
Claudi

P.S.: Am Wochenende 05./06. März findet übrigens der Heldenmarkt im MVG Museum (in der Ständlerstraße in München) statt. Ich hab dieses Jahr keine Zeit gefunden, um eine Kochshow oder einen Vortrag vorzubereiten. Das finde ich großartig, denn ich bin zum ersten Mal seit drei Jahren wieder total entspannt als Besucherin auf dem Heldenmarkt unterwegs . Also wenn du mir über den Weg läufst, freu ich mich über ein "Servus Claudi!" ;-)

Mittwoch, 24. Februar 2016

High Carb Vegan von Julia Lechner und Anton Teichmann

Werbung, Anzeige, Promotion. Für Julia. Gesponsert in Form eines Buches ;-)

Hallo ihr Lieben,

mit "High Carb Vegan" ist Julia Lechner und Anton Teichmann ein Buch gelungen, das mich noch ganz ganz ganz ganz ganz ganz oft inspirieren wird.

Obwohl mich der Titel erstmal verwirrt hat ("Oh nein!!! Nicht schon wieder so n veganes Diät-Buch!!!!"), wurde ich schnell eines besseren belehrt. Zuerst von Julia persönlich, und dann, als mein Exemplar (danke an den Verlag!) bei mir eingetroffen ist.

Julia hat mir im Frühjahr letzten Jahres den Erstling der beiden ("Raw Soul Food") geschenkt.

Dieses Buch habe ich hier nie detailliert vorgestellt, da ich es einfach falsch finde, Rohkost-Bücher zu präsentieren, wenn ich selber nicht (mehr) (ausschließlich) so esse.

Und wie meine Reise, so hat sich auch die von Julia und Anton verändert. Weg von selbstauferlegten Zwängen, hin zu Spaß und Lust und Freude. 


Das Beste an "High Carb Vegan", sind die vielen Hintergrundinformationen, die das Buch liefert. Respekt meine Lieben!!! Hier geht es um Themen wir Kohlenhydrate, Proteine, Fett, Küchenbasics, Wasser, Gluten, Grünzeug und eben um Diäten - oder warum die vegane Ernährung eben keine Diät ist.

Ich saß da, eines Sonntagabends, und konnte mich gar nicht richtig auf den Tatort konzentrieren, weil mich die Texte in "High Carb Vegan" so gefesselt haben.



Die Rezepte sind gesund, das Kochen macht Spaß, die Zutaten sind nicht abgehoben und es schmeckt auch noch! Dazu gibt es dann auch noch schöne Fotos, Nährwertangaben und Tipps (letztere zu fast jedem Rezept).

Eine absolute Kaufempfehlung meinerseits, wenn ihr euch mit der gesunden, veganen, coolen und lässigen Küche beschäftigen wollt. Das Buch macht einfach Bock!


"High Carb Vegan" von Julia Lechner und Anton Teichmann ist für 19,90 € bei Ulmer erschienen.
Ihr könnt den beiden beispielsweise auf Facebook oder Instagram folgen.

Sonnengrüße,
Claudi

Freitag, 19. Februar 2016

Vegan in München - Katzentempel, Hamburgerei, Fei Scho

Hallo ihr Lieben,

über die letzten habe ich einige Fotos zum Thema "Vegan in München" gesammelt.
Denn: Ich war im Katzentempel, der Hamburgerei und im Fei Scho.

Da alle drei so gar nicht miteinander vergleichbar sind, will ich hier keine Bewertungen abgegeben. Geschmeckt hat es ausnahmslos überall. 


Vor allem die Hamburgerei hebt sich absolut positivst vom Hans im Glück ab - bei dem ich aus "Angst" vor Neuem ("Angst" in "" weil das is ja echt lächerlich...) (aber mir ist es halt so: wenn es wo schmeckt, bleib ich dem troy) bisher immer war.

Daweil hat die Hamburgerei, mit ihrem "Perser", den besten veganen Burger, den ich (auswärts des bodhi) jemals gegessen habe, gezaubert! 


Es lohnt sich also sich was zu "trauen" (*auf die Fahne schreib!*) ;-)



Der Hamburger

Der Perser

Der Perser angebissen (sonst sieht man ja gar nix) ;-)

Das Fei Scho war auch ein kleines Experiment - weil die Asia Küche sonst so gar nicht meins ist. Bzw. ich den Restaurants in Sache vegan nicht über den Weg trau.

Aber: Hier ist alles als vegan gekennzeichnet und der Laden rockt einfach. 


Das Essen war superlecker und ich werde auch hier definitiv wieder hingehen!


Salat

Curry

Mein Rosa-Fan-Herz geht auf!


Zum Katzentempel brauch ich nicht (mehr) viel sagen. Wer Details lesen will kann hier schauen.

Immer wieder schön. Und das Essen und die Atmosphäre scheinen mit jedem Besuch noch besser zu werden. 


Wie auch immer der Thomas, die Kathrin und ihr Team das machen...


"Alle Kuchen werden von uns mit viel Liebe selbst gebacken.
Wir verwenden ausschließlich Dinkelmehl und Rohrzucker..."

Wer findet die Augen? ;-) <3

SO WAS VON VERDAMMT LECKER!!!!!

Sonnengrüße,
Claudi

Sonntag, 14. Februar 2016

Vegane Desserträume

Werbung, Anzeige, Promotion. Für Brigitte. Gesponsert in Form eines Buches ;-)

Hallo ihr Lieben,

heute stelle ich euch das zweite Werk meiner lieben Freundin Brigitte Bach vor. 

Mit "Vegane Desserträume" hat mir Brigitte wirklich ein Geschenk gemacht. Und euch allen natürlich auch ;-)


Ich liebe liebe liebe liebe liebe liebe das Buch. 

Weil...

1.) ... es nicht nur Kuchen/ Backen sondern eben Desserts enthält! 
Ich hab so oft ein, zwei Freundinnen zu Besuch - da lohnt es sich nicht einen ganzen Kuchen zu backen. Doch mit den vielen herrlichen Cremes und Co. habe ich nun gigantische Alternativen im Petto.

2.) ... "sojafrei" und "Zuckeralternativen" sind gekennzeichnet. 

Und sogar im Register noch einmal untereinander aufgezählt!

3.)  .... es mein Österreich-Fan-Herz höher schlagen lässt! 

Der Dolmetscher ist der Oberabschuss!!!!!!  
 
4.) ... die einfachen, sinnvollen und gut strukturierten Erklärungen am Anfang. 

Da hab ich nach fünf veganen Jahren sogar noch was gelernt!

5.) ... es is einfach soooo süß und sooooo schön rosa. Hach. 





 


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"Vegane Desserträume", ist bei "löwenzahn" erschienen und für 17,90€ erhältlich. Danke an den Verlag für mein Exemplar. Und an Brigitte für ihre Liebe und ihre Leidenschaft für die süße, vegane Küche.
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Sonnengrüße,
Claudi

Donnerstag, 11. Februar 2016

Daniela Böhm startet Petition

Guten Abend ihr Lieben,

ich war heute auf einer Osho Kundalini Meditation. Dazu folgt gleich mehr auf meinem Yoga-Blog.
Dabei in den Sinn gekommen ist mir immer wieder "Geh heim und setz dich nochmal an den Rechner, um die Menschen auf das gleich Folgende hinzuweisen!!!!"

Daher will ich noch heute ein Herzensthema los werden.

Die wundertolle Daniela Böhm setzt sich erneut für die Tiere ein. Bitte lest euch den Beitrag der Münchner Tageszeitung "TZ" durch:  "Petition gegen Schlachthof


Copyright: Norbert Zawe


Direkt auf die Petition

"Münchner Schlachthof/Rinderschlachtung: Eingehende und unabhängige Überprüfung"


könnt ihr natürlich auch klicken.

Und mehr Infos zu Daniela, findet ihr in meinem" Interview mit Daniela Böhm" (vom April 2015).

Vielen Dank von Herzen für eure Unterstützung.

Sonnengrüße durch die Nacht,
Claudi

Dienstag, 9. Februar 2016

Salatparty

Hallo ihr Lieben,

ich hab bei meiner wundertollen Oma eine Idee geklaut. Wenn wir bei ihr eingeladen sind, macht sie am liebsten ein Salatbuffet.

Das schmeckt allen und sie kann als Gastgeberin nix falsch machen. 


Bei ihr geht es eher traditionell zu. Es werden beispielsweise Kartoffelsalat, Blumenkohlsalat, Bohnensalat, Grüner Salat und Gurkensalat aufgetischt.

Zum Mädelsabend hab ich das stibitzt aber ein bisserl abgewandelt. Die Damen waren begeistert und pappsatt. Das gelingt auf diese Weise:

Mein Toller vorne, daneben Avocados, dahinter angebratene Kichererbsen
(mit Dinkelbrösel), Bohnen in Tomatensoßen. Hinten rechts: Rote Bete. Hinten
in der Mitte: Gurken. Hinten links: Falafel (gekauft im Biomarkt von Soto)

Weiter geht's ganz rechts mit Brokkoli und Fenchel aus dem Ofen.
Tempeh in Kokosöl angebraten. Auf dem Küchentuch liegen Austernpilze.
Die habe ich ebenfalls in Kokosöl angebraten. Dahinter ein grüner Salat.

Dressing: Tomatenmark+ HaferDrink+ Crema di Balsamico
bzw. Senf+ Crema di Balsamico+ Haferdrink+ Reissirup
Hinten: Babyspinat, vorne: Cocktailtomaten

Tipps für vegane Salatdressings hab ich auch parat ;-)

An Guadn und viel Spaß beim Einladen wünsch ich euch.

Sonnnegrüße,
Claudi

Freitag, 5. Februar 2016

Lieblings-Winter-Getränk und -Essen

Hallo ihr Lieben,

im Buch von Surdham und Judith Göb (das ich hier bereits erwähnt habe) hab ich eine Idee stibitzt. Die habe ich leichter (aber bestimmt nicht so lecker) verändert.

Ich präsentiere mein neues Lieblings-Winter-Getränk:


HaferDrink, GuteNachtTee und Reissirup aufkochen lassen. WIE GENIAL!!!



Überhaupt geht es grad sehr ruhig und gemütlich bei mir zu. Beispielsweise hab ich mir mal am Wochenende den Online-Vortrag von Kris Carr und Gabby Bernstein gegönnt (mehr dazu auf meinem Yoga-Blog) und dazu hausgemachte Dinkel-Vollkorn-Semmeln vernascht. Die waren sogar noch warm. Meine neue Lieblingskombi: Avocado, Senf, Zitrone - geht eh immer ;-)


Abends schmeiße ich ja gerne alles in einen Topf oder Pfanne und lass das vor sich hin kochen. 


Hier mit Dinkel, Zucchini, getrockneten Tomaten, Kidneybohnen, Hefeglocken, HaferDrink.

So muss Winter-Essen sein. Schnell, warm, nährend, sättigend.


Ne andere neue Kombi (Nachkochen auch hier wirklich empfehlenswert): Spätzle, Rote Bete und Räuchertofu.



Klingt abgefahren, ist es auch, aber supergut!

Sonnnegrüße,
Claudi

Montag, 1. Februar 2016

Wie date ich eine Veganerin?

Hallo ihr Lieben,

nach meinem Cornwall Urlaub hatte ich mich soweit von der schlimmen Zeit davor erholt. Seit dem bin ich, im Kopf und vor allem mit dem Herzen, wieder bereit für einen Mann in meinem Leben und hatte/ habe das ein oder andere Date. ;-)

Mir ist jetzt erst aufgefallen, dass ich aus meinen Erfahrungen und Gedanken dazu, einen Blogeintrag bauen kann. Vielleicht hilft dieser dem ein oder anderen Menschen bei einem Date mit einer Veganerin weiter?



Bei mir ist es mittlerweile nicht mehr so, dass ich unbedingt einen Veganer als Mann will. Nach fünf Jahren Veganismus is das a Bisserl in den Hintergrund gerutscht. Zumindest im Alltag. Weil vegan für mich normal ist und ich tatsächlich wenig dran denke. Mehr dazu findet ihr in meinen "Gedanken zum Weltvegantag 2015".

Also:

Wenn ein Mann mich dated, kann er ruhig auch Fleisch essen. Ich geh ja auch auf die Wiesn.


Was ich aber nicht will, sind tierische Produkte in meiner Wohnung. Wirklich. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand 10 Eier in meiner Pfanne rausbrät und ich das dann riechen muss. Oder das Fett von nem Schnitzel in der Pfanne oder Fleisch für ein Chili con Carne in meinem Lieblingstopf habe. Ähm. Nein. Klares Nein. Das wurde mir so erst mit dem Verleihen einer Tupperdose im Nachhinein bewusst. ;-) Davor habe ich nicht viel darüber nachgedacht, weil ja eh kein Mann in Aussicht ;-) (Die Tupperdose wurde übrigens nicht mit tierischen Produkten befüllt, war jedoch ein schöner Auslöser, um mir mal darüber Gedanken zu machen!)

Das alles ist meiner Meinung nach beim ersten Date nicht relevant. Und später ja auch nur dann, wenn sich die Frau, wie ich mittlerweile, eine Partnerschaft wünscht.


Wenn mir jedoch beim ersten Date erzählt wird, dass er mehrmals pro Woche Schweinebraten Essen geht... Oder (wegen der Proteine!!!) täglich n halbes Kilo Kuh verzehrt... Wirkt das ehrlich gesagt schon unsexy auf mich.

Das erste Date muss für mich keinesfalls in einem veganen Restaurant stattfinden. Aber in ein Steakhouse gehen muss vielleicht auch nicht grad sein? Respekt von beiden Seiten wäre doch angebracht?

Fraglich ist doch eh:

Wann sage ich, dass ich vegan lebe? 


Ich bin mir noch immer nicht sicher, was der beste Zeitpunkt ist. Aktuell befinde ich mich noch in der Testphase. :) :) :) :)
Bisher hat es sich so gezeigt:
Das Wort "vegan" ist beispielsweise auf tinder (wo ich ein halbes Jahr immer wieder vertreten war, mittlerweile jedoch endgültig abgemeldet bin) offensichtlich mega abschreckend.
In der Veggiecommunity hingegegen selbstverständlich kein Thema.
Auf Gleichklang und im Lotuscafe war ich früher mal angemeldet (ohne dafür zu zahlen, also nur in deren Forum oder wie das heißt), da hatte ich es auch gleich im Profil stehen.
Derzeit bin ich voll auf "Männer im echten Leben kennen lernen". Klappt nicht so wirklich, aber mir geht es ja auch "allein" (was für mich nicht einsam bedeutet!) sehr gut. Und ich hab im Hinterkopf, mich nach nem weiteren halben Jahr, vielleicht in einer der Online-Partner-Such-Maschinen anzumelden. Da würde ich es auch gleich reinschreiben.

Nicht, weil es für mich wichtig ist. Aber offensichtlich für das Gegenüber. 


Mir ist es wirklich ein Rätsel, warum sich offensichtlich viele Männer von dem Wort "vegan" angegriffen fühlen. Ich hatte da die lustigsten Gespräche und Diskussionen, die allesamt nicht von mir ausgingen.

Komisch finde ich es, wenn mich ein Vegetarier (!) verzweifelt anschaut und sagt "Echt vegan?!?...


... Das könnte ich nie nie nie. Das ist ja total kompliziert! Wie machst du das denn unterwegs? Das ist ja die Hölle. Du kannst ja nicht mal zum Italiener gehen! Und wie kann man denn bitte auf Schokolade verzichten? Ich würde sterben. Außerdem was soll denn an Milch so schlimm sein? Da stirbt doch kein Tier für!"

Nun, ich bin gerade beim Italiener noch immer pappsatt geworden. Bruschetta, Salat, Pizza ohne Käse, dafür mit Rucola, Nudeln, wenn es dann noch ein Nachtisch sein muss Sorbet. Alles kein Thema. Wirklich nicht. Und auch nicht kompliziert. Hier gibt es sooo viele Blogeinträge zum Thema auswärts essen, die kann ich gar nicht alle verlinken.

Zum Thema vegane Schokolade habe ich auch schon gebloggt. Mittlerweile gibt es sogar meine geliebte iChoc im dm Drogeriemarkt!

Milch ist schlimm. Punkt. Und für Milch sterben auch Tiere. Siehe meinen Blogeintrag "Zur Herstellung von Milch".

Allerdings:

Meiner Meinung nach ist es so, dass wirklich jeder essen und trinken sollte, was er will. 


Ich bin nicht die Sorte Veganerin, die ihre Meinung mit Kampfgesicht vertritt. Wenn mir Fragen gestellt werden beantworte ich die aber wahrheitsgemäß.

Daher werfe ich hiermit die Frage in den Raum:

Muss man wirklich beim ersten Date über den Veganismus reden???


Interesse daran finde ich schön. Dafür reicht aber ein "Echt, du bist Veganerin? Wie kam es denn dazu?". Geschichte erzählen lassen. Gedanken sacken lassen. Nächstes Thema.

So merke ich: "Oh, er interessiert sich dafür. Das is ja toll!". Werde aber nicht mit Fragen gelöchert oder gar doof angesprochen.

Hier geht es doch vor allem um eins: Verständnis von beiden Seiten!


Ein Beispiel:
Null Problem habe ich mit Käse-Essern. Weil ich damit selbst mal zu kämpfen hatte und ganz viele Menschen kenne, denen es so ging. Und bei aller Liebe für den Veganismus und die Kühe und überhaupt. Gegen einen 70%-Fett-Camembert, frisch vom Markt in Paris, kommt halt absolut kein veganer "Käse"-Ersatz ran!!! So kann wegen mir Käse beispielsweise beibehalten werden. Oder für immer? Aber halt bitte BEWUSST konsumiert und nicht irgendein Dreck aus der Packung in dem wirklich nur Schrott (oder so was wie tierisches Lab) enthalten ist. Lediglich Joghurt und Milch schon mal zu ersetzen - das wäre ein schönes Signal des Interesses und für mich ein toller Kompromiss.

Dann gibt es ja noch den kleinen aber feinen Unterschied zwischen vegan ESSEN und vegan LEBEN.


Bei mir sind auch Kleidung, Kosmetik, Putzmittel, Schuhe, Kerzen, Bettwäsche, .... vegan (und möglichst bio und fair). Ich habe einmal einen Blogeintrag zum Thema vegan leben geschrieben.

Es gibt ja noch sooooo viele Dinge die über "vegan" hinaus gehen. Ist es nicht viel schöner beim ersten Date über alles andere zu sprechen?


Freunde, Sport, Unternehmungen, Kozerte, Urlaube, Parties, Lieblingsstädte, Musik, ... um nur das zu nennen was mir auf Anhieb einfällt. Oder wenn es tiefer gehen soll Familie, Religion, Sichtweisen, Pläne, Gedanken, ...

Meine Freundin Doris hat auf ihrem Blog einen herrlichen Eintrag zu "36 Fragen um sich zu verlieben" veröffentlicht. Find ich megaspannend!

Wenn dann das erste Date rum ist und es zur Veganerin nach Hause geht - oder vielleicht auch schon beim ersten Treffen? 


;-) Höhö.

In einem Blogeintrag von 2014 habe ich Vorschläge für "Mitbringsel für Veganer" veröffentlicht.

Dann gehen wir gleich noch einen Schritt weiter. Alles zum Thema Verhütung und vegane Kondome findest ebenfalls schon auf meinem Blog.

Und falls ihr euch jetzt denkt: HILFE! Gibt es eigentlich irgendwas das nicht ausgeklügelt is? 


Ja hier bitteschön. Auch mein veganes Leben ist nicht perfekt. Wirklich nicht.

Während ich hier sitze und schreibe läuft übrigens in Dauerschleife "Be my baby" von Vanessa Paradis. 



I remember our walk the other Saturday night, yeah!
Sweet harmonies filled and floated through our minds
Never felt this way before
We were riding so high on loving and understanding

So why go wasting your time when you have got such a find
That is everlasting?
All I'm asking you for when you walk out the door
Is to be my baby, baby
I just wanna be sure
That forever and more
You would be my baby

Hiermit eröffne ich nun die offene Diskussionsrunde. Was sind eure Erfahrungen bezügliche Dates mit Veganer*innen? Oder seid ihr vegan und wollt eure Meinung dazu hier lassen? Hab ich was vergessen? Gerne - immer her damit! Ich freu mich über eure Kommentare.


Sonnengrüße,
Claudi