Mittwoch, 20. September 2017

Podcast #022 - Ernährung als Single

Hallo ihr Lieben,

in dieser Folge von "Friede Freude Süßkartoffel" spreche ich über "Ernährung als Single".

Es gibt Tipps aus erster Hand (beispielsweise zum Einfrieren und Vorkochen) und ich erzähle wie ich für mich koche und warum gute Ernährung für mich einen hohen Stellenwert hat.


Da ich nächsten Mittwoch, am 27.09.2017, DIE ALLERWICHTIGSTEN NEWS SEIT ES CLAUDI (sichbar) ;-) GIBT bekannt geben werde, freu ich mich jetzt über eure Weiterempfehlungen und das Abo meines Newsletters. 


Denn:
Die branaktuellen Neuigkeiten bleiben erstmal meinen Newsletter-AbonnentInnen vorenthalten.

Vielen Dank für eure Unterstützung!!! 💚


Shownotes:
Newletter Abo (als Geschenk gibt es "Claudis München Guide")
Veggie World München - Mein Vortrag findet am Sonntag, 08.10.2017, um 15:45 Uhr statt.

Jetzt aber die Folge:




Sollten sich beim Zuhören Fragen auftun, freu ich mich über E-Mails. Und sonst freu mich wie ein Sellerieschnitzel über Rezensionen und fünf Sterne auf iTunes! Das macht "Friede Freude Süßkartoffel" und unsere Herzensthemen nämlich noch bekannterer ;-)


Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

Meine Blogs und mein Podcast sind werbefrei - ich verdiene damit kein Geld.
Falls du mich, meine Gedanken, meinen Weg und meine Arbeit unterstützen willst, freue ich mich über Geschenk in Form einer Kostenbeteiligung. Ganz einfach geht das über https://www.paypal.me/claudiarenner. Das Betreiben der Blogs und des Podcasts kostet ca. 25 €/ Monat. Vielen Dank von Herzen dafür.

Samstag, 16. September 2017

YouTube-Tipp / Der Kanal von "Farm Sanctuary"

Hallo ihr Lieben,

ich bin gerade über zwei wundertolle Vorträge auf dem YouTube-Kanal von Farm Sanctuary gestolpert. Freilich beide auf Englisch. Aber wenn sie nur eineN von euch inspirieren oder weiter helfen, dann hat das Posten davon hier schon seinen Zweck erfüllt 💚

James Aspey - "365 days of silence for animals":




Dr. Melanie Joy - "Sustainable activism":




Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi


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Mittwoch, 13. September 2017

Podcast #021 - Wie überzeuge ich andere davon vegan zu werden?

Hallo ihr Lieben,

die Frage "Wie überzeuge ich andere davon vegan zu werden?" höre ich immer wieder.
Und meine Antwort fällt erschreckend kurz aus :-) :-) :-)




Viel Spaß bei dieser kurzen, knackigen aber nachhaltigen Folge ;-)





Lasst mich gerne wissen wie ihr das seht oder wie ihr vorgeht. Ich freu mich darauf in den Kommentaren!!!

Und hier noch der Link des Tages: Unilever kauft Bio-Tee-Hersteller Pukka

Zum Austausch bitte hier entlang: https://www.facebook.com/claudigoesvegan.de/posts/1471689999546602

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Samstag, 9. September 2017

Podcast #020 - Biofleisch

Hallo ihr Lieben,

- "Ich weiß ja wo mein Fleisch herkommt."
- "Ich ess eh kaum Fleisch."
- "Ich ess ja nur Biofleisch, da geht's den Tieren ja gut."

Ähm. Ja. Also. Nein.



Zeit für eine Folge "Friede Freude Süßkartoffel" zum Thema Biofleisch ;-)




Shownotes:
Blogeintrag zu meiner Oma
Podcast von bevegt mit Daniela Böhm
 

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Mittwoch, 6. September 2017

Podcast #019 - Stress(essen) - Oder: Warum ich zugenommen habe

Hallo ihr Lieben,

heute heißt es wieder "Friede Freude Süßkartoffel".


Ich erkläre euch, warum es eine längere Podcast-Pause gab und bekenne mich offen und ehrlich als Stress-, Sorgen-, Angst-, Kummer-, Sorgen-Esserin.


Ja - ich habe zugenommen!!!
Nein - das bleibt nicht so :-)
Warum? Weil ich mich wieder richtig richtig gut FÜHLEN will!

Wie es dazu kam und wie es nun weiter geht erfährst du in dieser Folge. Ich bin dankbar für diese Erfahrung, denn sie ist sehr wichtig für meine Arbeit als vegane Ernährungsberaterin.




Hier noch die Shownotes:



Sollten sich beim Zuhören Fragen auftun, freu ich mich über E-Mails. Und sonst freu mich wie ein Sellerieschnitzel über Rezensionen und fünf Sterne auf iTunes! Das macht "Friede Freude Süßkartoffel" und unsere Herzensthemen nämlich noch bekannterer ;-)


Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

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Sonntag, 3. September 2017

Ausbildung zum Koch. Vegan oder was? Fragen an einen Auszubildenden.

Hallo ihr Lieben,

heute stelle ich euch einen ganz besonderen Mann in meinem Leben vor: Mein Bruderherz.




Maximilian "Max" Schmid hat einen anderen Papa (und somit Nachnamen) als ich, ist ganze neun Jahre jünger und vom Wesen her mal so komplett anders. Er die Eule, ich die Lerche. Er der Spontane, ich die Planerin. Er der Couchsurfer, ich die Hotelübernachterin. Wir haben aber auch einige Dinge gemeinsam: Beispielsweise wohnen wir noch immer in dem Viertel, in dem wir aufgewachsen sind.

Bruderherzund ich haben zuletzt an Weihnachten gemeinsam gekocht (wird mal wieder Zeit!). Das ist für mich immer eine Herausforderung – macht aber gleichzeitig sehr viel Spaß. Warum koche ich so gern mit ihm?

Max macht derzeit noch eine Ausbildung zum Koch. Begonnen hat er im Bodhi im Münchner Westend und ist dann für ein halbes Jahr ins Kopps nach Berlin. Nur leider ist die offizielle Kochausbildung noch immer nicht vegan (oder wenigstens vegetarisch) möglich. Deswegen hat der junge Koch aktuell ein halbes Jahr lang mit dem verarbeiten von Tieren und deren Produkten zu tun.

Genau darum, dreht sich dieser Blogeintrag und ich freue mich sehr, dass Max mir für euch ein paar meiner vielen Fragen beantwortet hat. 

Ihr findet ihn und seine "Rotbart Kitchen" übrigens auf Instagram und Facebook.

Also - genug vorweg erklärt, lassen wir Max mal selbst zu Wort kommen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Interview!

Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi




Hallo lieber Max,

vielen Dank vorweg für deine Zeit und die Bereitschaft hier öffentlich Fragen die mich sehr beschäftigen zu beantworten.


Magst du meinen Lesern erst einmal verraten wann, warum und wie du vegan geworden bist?

Hi zusammen, also mich vegan zu ernähren konnte ich mir bis Mai 2013 gar nicht vorstellen, da ich kurze Zeit vorher zwar zum Vegetarier wurde, Veganismus für mich damals aber noch extrem erschien. Auf die Idee hast du, Claudi, mich gebracht. Genauer gesagt hast du mich herausgefordert mit dir eine Wette einzugehen. Es ging damals darum, dass ich mir beweisen wollte, zwei Monate lang vegan zu leben und zwar mit Attila Hildmann’s “Vegan for fit” Challenge. Ich habe in der Zeit vier Kilo abgenommen, mich gut gefühlt und viel vegan gekocht. Das hat mir zwei Monate Freude bereitet, welche Kreise das Ganze bei mir ziehen würde, habe ich aber nicht absehen können.


Wann und weshalb hast du dich dazu entschieden, eine Ausbildung zum Koch zu machen?

Ich hatte ja schon erzählt, dass ich von Anfang an viel frisch vegan gekocht habe. Kochen war schon seit meiner Jugend ein Hobby und durch die Ernährungsumstellung habe ich viele neue Lebensmittel und auch eine andere Art des Umgangs und Kochens mit diesen kennengelernt. Das hat mich fasziniert und gleichzeitig dazu gebracht mich weiterhin vegan zu ernähren. Das Studium lief zu dieser Zeit schon fast unerträglich schleppend vor sich hin, also habe ich mich lieber meinem Nebenjob gewidmet: Küchenhilfe im damals noch neuen veganen Restaurant Bodhi im Münchner Westend. Ich wollte wissen, ob das Kochen in einer Restaurantküche und vor allem die damit verbundene harte Arbeit auch so viel Spaß machen würde wie Zuhause. Das tat es wirklich, obwohl ich als Küchenhilfe froh sein konnte, wenn ich ein paar Salate und Vorspeisen anrichten durfte. Meine Haupttätigkeiten waren spülen und putzen, meistens bis spät in die Nacht hinein.
Schließlich habe ich mein Studium komplett abgebrochen und im Herbst 2014 eine Ausbildung zum Koch im Bodhi angefangen, denn ich wollte unbedingt endlich auch am Herd stehen und Pfannen schwenken.


Wie lange dauert die Ausbildung und wie oft bist du in der Berufsschule?

Die klassische Ausbildung dauert 3 Jahre, es gibt jedoch die Möglichkeit, diese Zeit unter bestimmten Umständen zu verkürzen. In der Münchner Berufsschule geht man im ersten Lehrjahr zwei Wochen am Stück in die Berufsschule, insgesamt ca. 70 Tage pro Jahr. Im zweiten und dritten Lehrjahr hat man dann als angehender Koch einen Tag pro Woche Berufsschule.


Warst du in Berlin dann auch in der Berufsschule?

Ja, in Berlin hatte ich dann im dritten Lehrjahr auf einmal wieder eine Woche am Stück pro Monat Unterricht. Der Unterricht ist in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt.


Was ist für dich spannender: Die Arbeit im Betrieb oder das Lernen?

Es gab und gibt im Unterricht sicherlich einige Themen, die für angehende Gastronomen interessant und wichtig sind. In der Berufsschule hat man “normale” Fächer wie zum Beispiel Englisch oder Wirtschaft, die Themen drehen sich aber rund um die Gastronomie, Lebensmittel, Kochen und Service oder wie beispielsweise in Sozialkunde um Arbeitsrecht und Gesetzgebung. Ich habe diesen Weg gewählt, weil ich für mich herausgefunden habe, dass ich in meinem Leben mit meinen Händen und möglichst vielen Sinnen arbeiten möchte. Meine Leidenschaft schlägt für die professionelle Küche und wenn ich am Abend erschöpft aber glücklich in den Feierabend gehe, dann denke ich bis in die Nacht hinein darüber nach, was alles gut und was schlecht gelaufen ist und was am nächsten Tag wieder ansteht.


Für mich als vegane Ernährungsberaterin sehr spannend: Wird während der Ausbildung zum Koch/ zur Köchin auch auf Nährstoffe etc. eingegangen?

Natürlich! Ernährung und Nährstoffe sind ein zentrales Thema sowohl in der Theorie als auch im Praxisunterricht. Obgleich ich sagen muss, dass viele Theorien und Anschauungen über moderne Ernährung in der Berufsschule überholt sind. Es gibt leider auch noch viele Vorurteile und Unwissen über die vegane Küche und Ernährung. Vermutlich vernachlässigen eine Vielzahl an ausgebildeten Köchen und auch Auszubildende diese Themen, sträflicherweise, in ihrer täglichen Arbeit. Aus meiner Sicht gehört es zur zentralen Verantwortung eines Kochs, sich Gedanken darüber zu machen, wie man den Menschen, denen man Essen zubereitet, Genuss und auch Gesundheit verschaffen kann. Der Beruf des Kochs ist einer der intimsten und dadurch auch spannendsten Tätigkeiten, die ich kenne. Das Thema Gesundheit sollte nicht nur in der Krankenhausküche von Bedeutung sein. Techniken, wie man LEBENsmittel schonend zubereitet und ihre Nährstoffe möglichst anschaulich und köstlich verfügbar macht, das ist der wahre Kern der Arbeit eines Kochs. Die klassisch weißen Kochklamotten stammen übrigens aus einer Zeit, in der Köche als Mediziner angesehen wurden.


Deine Stationen hab ich ja schon angeschnitten. Nun können zwei vegane Restaurants kaum unterschiedlicher sein als das bodhi und das Kopps. Was ist die jeweils beste Erkenntnis, die du dir mitgenommen hast?

Erkenntnisse versuche ich jeden Tag in meiner Arbeit zu gewinnen. Dabei sind mir solche, die positiv sind genauso wichtig wie negative. Ich habe in meiner bisherigen Ausbildungszeit wahnsinnig viel gelernt. Sowohl was mich als Mensch betrifft als auch als Koch. Ich denke, dass jeder Azubi, der sich bewusst und mit Leidenschaft für diesen Weg entschieden hat, überall auf der Welt, in jedem Betrieb etwas Wertvolles für sich mitnehmen kann. In der Ausbildung wird man einerseits von Menschen, wie Kollegen und Gästen, den Umständen aber auch dem Arbeitsalltag geprägt. All das führt dazu, dass man sich ständig weiterentwickelt. Sofern man das denn wirklich will. So habe ich aus der Zeit in meinem ersten Ausbildungsbetrieb gelernt, Verantwortung für mich und meine Arbeit bzw. für die ganze Küche eines Restaurants zu übernehmen. Das hat mich sehr selbstständig und lösungsorientiert gemacht. Im Kopps konnte ich fachlich durch das Niveau der Küche als auch durch ausgezeichnete Kochkollegen dazu lernen. Auf so einem gehobenen Niveau vegan zu kochen macht unfassbar viel Spaß, weil man sieht was alles möglich ist. Und auch weil ich ein Foodnerd bin.


Würdest du anderen Auszubildenden zum Koch/ zur Köchin auch empfehlen während der Lehrzeit den Betrieb zu wechseln?

Für mich, in meiner speziellen Situation, war es das Beste was ich machen konnte. Das bezieht sich aber nicht auf jeden einzelnen Kochazubi. Sollte jemand die Gewissheit haben, in seinem Ausbildungsbetrieb ausreichend fachlich und menschlich gefördert und auch gefordert zu werden, und das über drei Jahre hinweg, dann gibt es aus meiner Sicht nicht wirklich einen Grund den Betrieb bis zum Ende der Ausbildung zu wechseln. Wozu ich aber dringend rate, ist, dass man sich gerade als junger Azubi nicht scheuen sollte den Betrieb zu wechseln, falls man gravierend benachteiligt wird, zum Beispiel durch psychische oder körperliche Gewalt oder eintönige Arbeit über einen längeren Zeitraum hinweg. Solche Dinge kommen in der Gastronomie leider immer noch häufig vor, obwohl sich schon viel zum Besseren gewendet hat im Vergleich zu vor zehn bis zwanzig Jahren. Ein/e Auszubildende/r hat nicht nur Pflichten sondern auch Rechte. Das wichtigste ist das Recht, etwas zu lernen. Grundsätzlich ist einer der Vorzüge des Kochberufs, dass man sehr schnell überall auf der Welt Arbeit findet und durch relativ häufige Stellenwechsel viel dazu lernt, gerade in jungen Jahren.


Nervt es dich, dass es Pflicht ist im Zuge der Ausbildung zum Koch/ zur Köchin auch Tiere und deren Produkte zu verarbeiten?

Anfangs hat es mich schon sehr genervt. Das war aber bevor ich im La Villa in Starnberg angefangen habe zu arbeiten. Mittlerweile habe ich mich an den Umgang mit tierischen Produkten ein Stück weit gewöhnt und ich versuche wie immer von allem und jedem zu lernen. Ich muss auch dazu sagen, dass ich mich bewusst für eine klassische Kochausbildung entschieden habe, zu der auch der fachlich korrekte Umgang mit tierischen Lebensmitteln gehört. Ich hätte auch einfach in ausschließlich veganen und vegetarischen Restaurants kochen und Erfahrungen sammeln können, ohne dabei eine Ausbildung zu machen. So machen es auch einige meiner ehemaligen Kollegen und Freunde. Kochen, vor allem auf professionellem Niveau ist ein Handwerk. Die Ausbildung zum Koch hat aus meiner Sicht absolut seine Berechtigung. Es war mir wichtig mein Handwerk fachlich korrekt zu erlernen. Das bietet die klassische Ausbildung auch. Sie ist in vielerlei Hinsicht aber reformbedürftig. Ich will damit nicht sagen, dass es nicht mehr wichtig ist “althergebrachte” klassische Techniken und Gerichte an junge Lehrlinge weiterzugeben, aber wenn sich die IHK nicht mit dem zeitgenössischen und zukünftigen Berufsbild des Kochs stärker auseinandersetzt, dann werden auf Dauer immer weniger junge Menschen diesen Weg einschlagen, so wie es in den letzten Jahren schon abzusehen ist. Das wäre fatal, nicht nur für unseren Berufsstand sondern für die gesamte Gesellschaft an sich. Viel wichtiger als jeder Lehrplan in einer Ausbildung ist jedoch, wie im Lehrbetrieb gearbeitet wird. Hier verbringt der Lehrling mit Abstand die meiste Zeit und wird am meisten geprägt, im positiven wie auch im negativen Sinn.


Schmeckst du auch ab? Wie gehst du damit um?

Ja, ich koste auch nicht-pflanzliche Speisen und schmecke sie ab, um so die Qualität meiner Arbeit zu überprüfen und zu gewährleisten. Das bin ich mir, meinen Kollegen, meinem Lehrbetrieb und vor allem unseren Gästen schuldig. Diese Umstände waren mir schon vor meiner Ausbildung klar und ich habe mich bewusst dafür entschieden. Es gab eine Zeit, in der ich mir eine Küche suchen wollte, wo ich tierische Speisen nicht abschmecken müsste und stattdessen meine Kollegen probieren lasse. Das ist so nicht praktikabel und aus meiner heutigen Sicht auch ein Stück weit anmaßend. Für mich ist es jeden Tag aufs Neue ungewohnt und auch etwas sonderbar zu schmecken, was Ernährung und Genuss für “Omnivore” bedeutet. Tiere und tierische Produkte als Lebensmittel zu verarbeiten und aus ihnen genießbare Kompositionen und Gerichte zu machen, erfordert von mir immer noch eine Überwindung. Ich kann dadurch aber auch als Koch sehr wichtige Erkenntnisse gewinnen, um die vegane Küche noch etwas universeller und attraktiv für alle zu machen.


Ernährst du dich privat derzeit weiterhin rein pflanzlich?

Ja, das tue ich. In meinem Kühlschrank befinden sich ausschließlich pflanzliche Lebensmittel. Ich war und bin jedoch niemand, der Menschen ver-/ oder beurteilt aufgrund von ihren Ernährungsgewohnheiten. Diese Aus-/ und Abgrenzung, wie sie manchmal in der veganen “Szene” stattfindet, finde ich sehr irritierend. Allein schon deswegen, weil sie nicht zielführend ist, erst recht nicht, wenn einem Veganismus und seine Verbreitung am Herzen liegen.


Macht dir das Kochen nach Feierabend überhaupt noch Spaß?

Klar! Kochen macht Spaß, nicht nur für mich selbst, sondern hoffentlich auch für andere, die daran beteiligt sind ;). Zuhause koche ich gerne frisch, simpel und vor allem lecker. Gemüse kann so wunderbar universell sein, wenn weiß, was man damit anstellen soll. Es gibt sicher auch bei mir Zeiten, in denen ich so erschöpft bin und dadurch keine Lust und Energie mehr habe, großartig zu kochen. Dazu kommt, dass meine Freundin und ich leidenschaftlich gerne Essen gehen und neue Sachen ausprobieren. Wer von euch Lust hat, von meinen Kreationen und Erlebnissen in der Gastronomie mehr zu erfahren, dem empfehle ich meinen Instragram-Kanal rotbart_kitchen.


Was ist dein Wunsch als nächster Schritt nach erfolgreicher Ausbildung?

Ich habe wieder in München Fuß gefasst und möchte hier nach meiner Ausbildung weiterhin als Koch in spannenden Restaurants arbeiten. Meine Begeisterung geht aber darüber hinaus und so möchte ich auch neben der täglichen Arbeit in Zukunft an verschiedenen Projekten zum Beispiel von selbstständigen Kollegen teilnehmen und auch selbst etwas gründen. Warum nicht Caterings, Kochkurse, YouTube-Videos oder vielleicht einen kleinen Laden von und mit Maximilian Schmid anbieten? Seid gespannt und haltet gerne mit mir Kontakt, wenn euch vegane Küche interessiert. 


Lieber Max, ich wünsch dir weiterhin das Allerallerbeste. Nun steht ja die aufregenste Zeit deiner Ausbildung noch bevor, wenn es langsam auf die Prüfung zugeht. Ich drück dir von Herzen die Daumen, dass du das mit viel Erfolg meisterst. Aufgrund deiner Geschichte sieht man einmal mehr: Folge deinem Herzen und weniger dem Kopf ;-)

 

Freitag, 1. September 2017

Claudi goes Rebella Bex - und ist ein Jahr später endlich angekommen

Hallo ihr Lieben,

"ein Jahr später endlich angekommen" - das mag jetzt im ersten Moment seltsam klingen. Ist aber tatsächlich so. Bereits im Juni 2016 habe ich über das Rebella Bex berichtet.

Nur war ich damals alles andere als so hin und weg wie am Mittwochnachmittag. Im Gegenteil. Schlichtweg komisch hab ich mich gefühlt. Ich bin damals nicht angekommen gewesen. Das war zwar schön und lecker und echt liebevoll und toll dort. Aber mir haben die anderen Gäste irgendwie nicht so getaugt. In München hat man ja gern so ne Schickeria-Szene. Und mit der kann ich so gar nicht. Aber leider war ausgerechnet die dort anzutreffen.

Und das hat sich nun geändert. Warum auch immer. Ich wusste gar nicht an welchen der Tische ich (mit Finn unterwegs) Platz nehmen soll weil wirklich alle Menschen (auf den ersten oberflächlichen Eindruck) sympathisch gewirkt haben. Der Innenhof ist nun mit Bierbänken versehen und es gibt wirklich viel Platz.

Gekocht wird nach der fünf-Elemente-Lehre (so ganz nebenbei erwähnt) mit vielen vielen Biozutaten, fermentierten Soßen. Es gibt selbstgebackenes Brot und Rohkost-Kuchen. Hammer!!!


Die Inneneinrichtung fand ich ja auch schon 2016 sehr gelungen. Aber wurde halt von einer "komischen Energie" (die nicht Yogis und Yoginis hier verzeihen diesen Ausdruck und alle anderen wissen genau was ich meine) getrübt.

Das Essen ging mittags weg wie Zack und nachdem ich eine große Bowl genossen und nochmal reingelurt hatt, waren die ganzen Wraps und Salate weggefuttert!

Ich freu mich soooo sehr, dass ein rein pflanzliches Cafe mitten in der Münchner Innenstadt so gut angenommen wird. 


Bestätigt meine Theorie, dass man das Wort "vegan" nicht immer vor sich hertragen braucht ;-)

So, genug Text - Fotos!












Und mein Resümee:

Was lerne ich daraus?
Nicht gleich "aufgeben" sondern sich selbst und anderen auch eine zweite oder dritte Chance geben.


Dem wundertollen Team des Rebella Bex wünsch ich von Herzen das Allerallerbeste weiterhin. Und wisst ihr was? Ich komme liebend gerne ganz bald wieder vorbei! Vielleicht auch zum Konzert der Love Keys?



Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

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